Derzeit sind 10,77 Prozent der cambio-Flotte E-Autos (Stand: Januar 2026). Zum Vergleich: am 01.01.2025 lag der Anteil der Elektroautos am Bestand der Personenkraftwagen in Deutschland bei 3,3 Prozent.
Im Moment können wir den Anteil der E-Autos in der cambio-Flotte nicht so schnell erhöhen, wie wir möchten. Der Grund ist, dass es noch zu wenige Ladestationen gibt. Neue Ladesäulen zu bauen, ist sehr teuer. Als CarSharing-Anbieter können wir das nicht alleine bezahlen. Wir brauchen dafür Unterstützung durch Partner oder Fördergeld.
An jedem Ort sind die Voraussetzungen unterschiedlich und fast jede Ladesäule ist ein eigenes kleines Projekt. Wir arbeiten aber mit viel Einsatz daran, unsere Flotte immer weiter auf E-Autos umzustellen. In Berlin haben wir zum Beispiel zusammen mit der Stadt und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg eine eigene Ladesäule im öffentlichen Raum gebaut.
Es ist klar: Je schneller mehr Ladesäulen aufgebaut werden, desto mehr E-Autos können wir für unsere Kund*innen anbieten.
Dazu kommt: Der Aufbau von CarSharing-Stationen für E-Autos hat einen deutlich längeren Vorlauf als der für Verbrenner. Die Verhandlungen mit den Vermieter*innen, den Netzbetreibern und den Kommunen über die Einrichtung von Ladeinfrastruktur können ein Jahr und länger dauern. Deshalb brauchen wir einen langen Atem, um das Angebot an Stromern in der cambio-Flotte zu erhöhen. Wir bleiben dran!
Wir gestalten unsere Preise transparent und passen sie entsprechend den Entwicklungen bei den Treibstoffkosten an. Das bedeutet: Steigen oder sinken die Preise für Kraftstoff, geben wir diese Veränderungen im Rahmen unseres Anpassungsvorbehalts an unsere Kund*innen weiter. Da unser Fuhrpark derzeit noch überwiegend aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor besteht, nutzen wir den durchschnittlichen Benzinpreis (E5) als Grundlage für die Preisgestaltung pro Kilometer. Änderungen bei den Kilometerpreisen betreffen somit sowohl Verbrenner als auch Elektroautos gleichermaßen.
Aktuell ist die Anschaffung eines E-Autos ist im Vergleich zum Verbrenner aktuell noch mit höheren Kosten verbunden. Ganz besonders, seit die staatliche Förderung für gewerblich genutzte E-Autos weggefallen ist. So kostet zum Beispiel ein Renault ZOE als E-Auto mehr als ein klassischer Kleinwagen mit Verbrennungsmotor derselben oder sogar einer höheren Fahrzeugkategorie. Gleichzeitig wünschen sich unsere Kund*innen, aus Umfragen wissen wir das, faire und nachvollziehbare Preise für E-Autos, die sich an vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen orientieren.
Unsere Erfahrungen zeigen außerdem: E-Autos werden in der Regel weniger genutzt als Verbrenner und legen durchschnittlich weniger Kilometer im Monat zurück. Das macht den wirtschaftlichen Betrieb von E-Autos aktuell herausfordernd. Für uns sind E-Autos aber eine bewusste Investition in die Zukunft nachhaltiger Mobilität. Um diese Innovation zu ermöglichen, finanzieren wir die E-Autos über das bestehende Preissystem der Verbrennerflotte mit. Gemeinsam gestalten wir so den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Mobilität.
Aktuell wird die Erhöhung der Quote der E-Autos in der cambio-Flotte u.a. durch die fehlende Ladeinfrastruktur ausgebremst. Die Kosten für die Errichtung der Ladesäulen ist sehr hoch, als CarSharing-Anbieter können wir diese nicht allein stemmen und sind auf Kooperationen oder Förderprogramme angewiesen. Je schneller die Ladeinfrastruktur ausgebaut wird, umso schneller können wir mehr E-Autos in der cambio-Flotte anbieten.
Dazu kommt: Der Aufbau von CarSharing-Stationen für E-Autos hat einen deutlich längeren Vorlauf als der für Verbrenner. Die Verhandlungen mit den Vermieter*innen, den Netzbetreibern und den Kommunen über die Einrichtung von Ladeinfrastruktur können ein Jahr und länger dauern. Deshalb brauchen wir einen langen Atem, um das Angebot an Stromern in der cambio-Flotte zu erhöhen.
Ein besonders gelungenes Beispiel, wie Politik E-CarSharing unterstützen kann, geht im April 2025 in Berlin-Kreuzberg an den Start. Im Rahmen eines vom Senat geförderten Pilotprojektes wird dann die erste cambio-Station mit Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum in Betrieb genommen.
Bei cambio fahren alle E-Autos mit 100 % Ökostrom. Der Strom aus der Steckdose in Deutschland stammt jedoch noch nicht komplett aus erneuerbaren Quellen. Im Jahr 2026 lag der Anteil von Ökostrom am bundesweiten Strommix erstmals bei etwa 62 %. Ein großer Teil des Stroms wird weiterhin aus fossilen Energien wie Kohle oder Gas gewonnen.
Schon heute sind E-Autos über ihren gesamten Lebenszyklus umweltfreundlicher als Verbrenner. Wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden, sind sie während der Fahrt sogar klimaneutral unterwegs.
Text: Catharina Oppitz
Bilder: cambio
Veröffentlicht am: 18.03.2026