Als Mitarbeiter im cambio-Buchungsservice sorgt Johannes Sotrop dafür, dass unsere Kund*innen jederzeit gut unterwegs sind. Egal, ob sie eine Rückfrage zu einer Station haben oder sich das cambio-Auto nicht öffnen lässt. Im Interview spricht er über seinen Arbeitsalltag im inhouse Callcenter, die Nähe zur Dienstleistung und darüber, warum ihn die direkte Arbeit mit Menschen jeden Tag aufs Neue motiviert.
Johannes, seit wann bist du bei cambio und wie bist du auf cambio als Arbeitgeber aufmerksam geworden?
Johannes Sotrop: Als Kunde nutze ich cambio schon seit den 90er Jahren, meine Schwester hatte mich damals darauf aufmerksam gemacht. Seit 2025 bin ich nun als Mitarbeiter bei cambio. Ursprünglich bin ich Konditor, habe auch als Gästebetreuer im Universum Science Center gearbeitet und war viele Jahre in der Gastronomie angestellt. Nach der Corona-Pandemie war dort die Luft raus und ich habe mich aus der Gastrobranche verabschiedet, um etwas ganz Neues zu beginnen.
Als ich dann die Stellenausschreibung bei cambio gesehen habe, habe ich mich direkt beworben. Das Vorstellungsgespräch bei cambio hat mich sofort überzeugt, die familiäre Atmosphäre hat mir gut gefallen. Das war von Anfang an ein Match!
Wie hast du den Wechsel von der Gastronomie in den cambio-Buchungsservice erlebt und was schätzt du heute besonders an deinem Arbeitsalltag?
Der Servicegedanke im Callcenter ist der Gastgeber-Rolle ganz ähnlich. An die 7 Uhr-Schicht musste ich mich allerdings erst gewöhnen (lacht). In der Gastro fing mein Tag ja nicht vor 17 Uhr an. Woran ich mich schneller gewöhnen konnte: Im Callcenter kann ich pünktlich Feierabend machen.
Mit welchen Anliegen rufen dich Kund*innen am häufigsten an und wie gehst du damit um?
Das ist ganz unterschiedlich. Das geht von „Ich habe meine Jacke vergessen, können Sie bitte das Auto nochmal öffnen?“ bis hin zu „Ich stehe im Stau und kann das Auto nicht pünktlich zurückgeben.“ Es ist wichtig, ein Bewusstsein dafür zu haben, dass die Menschen anrufen, weil es gerade für sie notwendig ist und ich in diesem Moment ihre Hilfe bin.
Was macht deine Arbeit besonders?
Man hat intensiv mit Menschen zu tun, die man nicht sehen kann. Wenn einem eine Person gegenübersteht, sieht man Mimik und Gestik und versteht sich schneller. Am Telefon ist grundsätzlich eine gewisse Distanz da und es geht darum, wie man diese möglichst schnell überwindet.
Aber es entsteht oft ein „Wir-Gefühl“, sobald man mit den Kund*innen ins Gespräch geht und das Anliegen bearbeitet. So freut es mich immer besonders, wenn ich schnell eine zufriedenstellende Lösung für den Anrufenden finden kann und wir uns dann mit einem freundlichen Wort verabschieden.
Was ist dir wichtig, wenn du jemanden am Telefon z.B. bei einer Panne oder einem Unfall unterstützt?
"Ich möchte den Menschen vermitteln, dass sie in dieser für sie unerwarteten Situation nicht alleine sind und soweit wie möglich den Stress rausnehmen. Ich frage immer als Erstes nach dem Wohlbefinden und ob die Person in Sicherheit ist. Dann begebe ich mich mit in die Situation und versuche, Ruhe auszustrahlen mit dem Grundsatz, „Das bekommen wir hin!“
Johannes Sotrop arbeitet im telefonischen Buchungsservice von cambio.
Gab es eine Situation, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist, weil sie herausfordernd oder außergewöhnlich war?
Ich hatte einen Anruf von einer Pastorin, die Aufzeichnungen für eine Trauerrede im Auto hat liegen lassen. Leider war der Wagen zu der Zeit bereits wieder auf dem Weg. Die Pastorin brauchte diese Aufzeichnungen recht dringend, da die Beerdigung zeitnah angesetzt war. Klar war auch, dass sie nun nicht noch einmal zu den betroffenen Leuten gehen wollte, um das Gespräch neu zu führen. In dem Fall habe ich mal eine Ausnahme gemacht und den Nachnutzer kontaktiert, und ihn gebeten im Fahrzeug einmal nach der Aktentasche zu gucken. Diese war natürlich noch da. Die Pastorin hatte mich gebeten, wenn der andere Kunde bereit wäre, Ihre Nummer weiter zu geben, damit eventuell eine Übergabe stattfinden könnte. Der andere Kunde war einverstanden und die Unterlagen kamen noch rechtzeitig zurück.
Ich finde, das ist ein schönes Beispiel, wie der Buchungsservice und die Kund*innen zusammenarbeiten können, um Probleme gemeinsam zu lösen.
Welche Tipps gibst du Kund*innen, damit ihr Anliegen möglichst schnell und unkompliziert gelöst werden kann?
Ideal ist es, wenn die Kund*innen ihre Kundennummer zur Hand haben und kurz und knapp ihr Problem schildern können. Zum Beispiel: Das Auto geht nicht an, die Tür lässt sich nicht öffnen, eine Warnleuchte blinkt… Meist kann ich dann schnell „Eine gute Fahrt!“ wünschen.
Ganz lieben Dank, Johannes, dass du dir
die Zeit für das Gespräch genommen hast!
Text: Catharina Oppitz
Bilder: cambio, Canva
Veröffentlicht am: 28.05.2026