Wie sich Menschen fortbewegen, verändert sich stetig. Die aktuelle Studie „Mobilität in Deutschland 2023“ (MiD), die im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr seit 2002 regelmäßig durchgeführt wird, gibt einen umfassenden Einblick in das Mobilitätsverhalten in Deutschland. Wir haben uns die Studienergebnisse mit einem besonderen Augenmerk auf dem Thema CarSharing angeschaut und merken: Besonders in Städten wird Mobilität vielfältiger – und das Auto gezielter eingesetzt. CarSharing ist dabei für viele längst Teil eines funktionierenden Mobilitätsmixes.
Wir starten mit einer erfreulichen Zahl: Rund neun Prozent aller Haushalte in Deutschland verfügen laut MiD über eine CarSharing-Mitgliedschaft. Damit hat sich die Zahl der CarSharing-Haushalte seit der letzten Erhebung 2017 nahezu verdoppelt. Besonders stark verbreitet ist CarSharing in Großstädten, denn dort können die Menschen auf ein vielfältiges Mobilitätsangebot zurückgreifen und Wege besonders einfach mit einem Mobilitätsmix zurücklegen.
Mehr CarSharing bedeutet weniger eigenes Auto
Die MiD-Daten zeigen außerdem einen klaren Zusammenhang zwischen CarSharing und Autobesitz. Haushalte, die CarSharing nutzen, besitzen deutlich seltener ein eigenes Auto als jene mit einem eigenen Pkw. Vor allem unter Nutzenden von stationsbasierten CarSharing ist der Anteil autofreier Haushalte hoch, er liegt bei 52 Prozent. Das spricht dafür, dass CarSharing häufig als Alternative zum eigenen Pkw genutzt wird – nicht als zusätzliche Option, sondern als bewusster Ersatz.
CarSharing im Mobilitätsmix
Außerdem kombinieren CarSharing-Nutzende überdurchschnittlich häufig verschiedene Verkehrsmittel. Die Mischung aus öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad und Wegen zu Fuß spielt eine größere Rolle als bei Haushalten ohne CarSharing. Das Auto wird hier vielmehr gezielt eingesetzt, etwa für größere Einkäufe, Ausflüge oder längere Strecken, während kurze Alltagswege häufig ohne Pkw zurückgelegt werden.
Die Studie zeigt: Wer auf ein eigenes Auto verzichtet, braucht verlässliche Alternativen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Neben einem gut ausgebauten ÖPNV und Alltagswegen zu Fuß oder mit dem Rad kann CarSharing hier ideal ergänzen, um ein Auto nur dann zu nutzen, wenn es gebraucht wird. Als Teil eines vielfältigen Mobilitätsmixes trägt CarSharing dazu bei, Mobilität effizienter, ressourcenschonender und alltagstauglicher zu gestalten.
Text: Laura Heissenbüttel
Bilder: cambio
Quelle: Studie "Mobilität in Deutschland 2023"
Veröffentlicht am: XX.01.2026