Weniger Feinstaub: Der Partikelfilter im neuen Ford Fiesta

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Der neue Ford Fiesta von cambio CarSharing vor der Stadtkulisse Bremens.

Gut sieht er aus, der neue Ford Fiesta. Mit ein wenig Face- und viel Hecklifting frischt die Neuauflage der Kompaktklasse seit Juli die cambio-Flotte auf. Der Wagen ist durch sein Mehr an Platz im Innenraum, die hohe Fahrsicherheit und die sparsame Motortechnik ideal als CarSharing-Auto. Ein starker 1-Liter Eco-Boost Benzin-Motor bringt die Fahrgäste mit ausreichend Kraft ans Ziel.

Trotz höherer Kosten die Entscheidung für Benziner

Dieselmotoren stehen – und nach Bekanntwerden der Abgasmanipulationen erst recht – in der Kritik, gesundheitsschädliches Stickoxid (NOx) auszustoßen. Gerade in Städten kann die hohe Konzentration von NOx zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Mit der Entscheidung, möglichst keine Dieselfahrzeuge mehr zu kaufen, hat sich cambio trotz der höheren Kosten für einen weniger gesundheitsschädlichen Antrieb entschieden.

Zwar ist der Stickoxid-Ausstoß bei Benzinern um ein Vielfaches geringer als beim Diesel, jedoch wird durch die neue Motorentechnik (Direkteinspritzer) vermehrt Feinstaub – kleinste Staubpartikel in Form von Ruß – ausgestoßen, der gerade in den Innenstädten für schlechte Luft sorgt und zu gesundheitlicher Belastung der Menschen führen kann. Mit dem Partikelfilter im neuen Fiesta hat Ford auf dieses Problem reagiert.

Gut sieht er aus - der neue Ford Fiesta aus der Flotte von cambio CarSharing.

Gut sieht er aus – der neue Ford Fiesta aus der Flotte von cambio CarSharing.

Woher kommt der Feinstaub?

Es wird unterschieden zwischen sogenannten primären und sekundären Feinstäuben. Letzterer entsteht bei komplexen Reaktionen von Gasen in der Erdatmosphäre. Der primäre Feinstaub hingegen entsteht bei Verbrennungsprozessen, also zum Beispiel in (Kohle-)Kraftwerken, der Abfallverbrennung, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern und zu einem großen Teil eben auch im Straßenverkehr. Neben dem Reifen- und Bremsabrieb sorgt auch die Verbrennung im Motor für Feinstaubemissionen. Bei Diesel-Autos sind wegen der unsauberen Verbrennung seit Jahren Partikelfilter Standard. Durch eine Neuerung im Zulassungsverfahren von Neufahrzeugen werden in Zukunft auch immer mehr Benziner einen Partikelfilter besitzen.

Die neue Abgasverordnung macht es möglich

Durch die neue Abgasverordnung Euro 6c gelten niedrigere Emissionsgrenzwerte für neu zugelassene Fahrzeugmodelle. Benziner mit Direkteinspritzung dürfen dann nur noch ein Zehntel des bislang geduldeten Feinstaubs ausstoßen. Das entspricht dem seit Langem gültigen Diesellimit. Zeitgleich wird das neue Testverfahren unter realen Alltagsbedingungen eingeführt. Die Werte sollen beim neuen Messverfahren, im Gegensatz zum alten NEFZ-Test auf dem Prüfstand, ehrlicher sein und damit um bis zu zehn Prozent höher ausfallen. Dies betrifft sowohl die CO2-Emissionen als auch den Ausstoß von Feinstaub.

Der neue Fiesta im Film:

Gute Werte mit Partikelfilter

Die Ankündigung der Abgasnorm-Reform hat die Autohersteller nun wachgerüttelt. So kommen nach und nach immer mehr Modelle von den Herstellern auf den Markt, die die Grenzwerte dank eingebauter Partikelfilter einhalten. Der ADAC bestätigt in einem aktuellen Test die Wirksamkeit der Partikelfilter. Demnach ist der Ausstoß von Feinstaub bei getesteten Fahrzeugen sogar noch weitaus geringer als in der neuen Verordnung gefordert.

Bei cambio legen wir großen Wert auf möglichst emissionsarme Fahrzeuge. Daher werden wir in der Zukunft, soweit verfügbar, nur noch Autos in den cambio-Fuhrpark aufnehmen in dem serienmäßig ein Partikelfilter verbaut ist.

(Text: Arne Franke, cambio CarSharing / Fotos: cambio)

5 comments

  1. Eckhard

    Meiner Meinung nach ist der Ford Fiesta übermotorisiert: 100 PS müssen nicht sein. Auch das automatische Einparken, wie es jetzt an der neuen Station Obernkirchener Straße angeboten wird, halte ich für überflüssig. Lieber schwächere und einfachere Autos kaufen und dafür die Zeit- oder Kilometerpreise senken!

    1. cambio-Team Bremen

      Viele Extras werden beim Einkauf der Autos nur im Paket angeboten. Für die Rückwärtskamera und die automatische Ein- und Ausparkhilfe haben wir uns z. B. nicht entschieden, weil wir solche Technik-Fans wären, sondern, weil in diesem Paket auch die Parksensoren vorne und hinten enthalten sind, auf die wir nicht mehr verzichten wollen. Denn die Parksensoren verhindern tatsächlich Einparkunfälle, was wiederum hilft, die Stunden und Kilometerpreise stabil zu halten. Und ein einziger Unfall, den diese Sensoren verhindern, macht die Mehrkosten des ganzen Pakets schon wieder wett.

  2. Diethardt Bielenberg

    Hallo Cambio,
    Ich finde es gut, wie Cambio auf die Umweltprobleme reagiert. Es wäre schön, wenn die Fahrzeuge auch mit einer Getriebeautomatic ausgerüstet wären, wie das zum Beispiel bei den Toyota Aygo. Das würde das Fahren in der Stadt bei ständigem „Stop and Go“ Verkehr erleichtern.
    Gruß Diethardt Bielenberg

    1. cambio CarSharing Deutschland

      Guten Tag Herr Bielenberg,

      vielen Dank für die Anregung.

      Tatsächlich gibt es mehrere Gründe, die für ein Schaltgetriebe statt ein Automatik-Getriebe sprechen:
      Zum einen bevorzugen ein Großteil unserer Kunden ein Schaltgetriebe. Zum anderen sind die Anschaffungskosten für Automatik-Fahrzeuge höher, was sich in höheren Preisen für die Fahrzeug-Nutzung niederschlagen müsste. Wesentliche Gründe gegen Automatik-Fahrzeuge sind allerdings auch der höhere Kraftstoffverbrauch und höhere Emmissionswerte. Damit würden wir der Umwelt keine große Freude machen.

      Von daher wird wohl ein großter unserer Flotte weiterhin aus Fahrzeugen mit Schaltgetriebe bestehen.

      Viele Grüße,
      Ihr cambio-Team

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