Günstiger als gedacht – Kostenvergleich zwischen einem eigenen und einem CarSharing-Auto

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Günstiger als gedacht: Kostenvergleich zwischen einem eigenen und einem CarSharing-Auto

Mit einem Auto unterwegs zu sein, hat in verschiedenen Situationen Vorteile. Das gilt für den Wocheneinkauf oder den Ausflug ins Umland. Viele Menschen setzen für diese Wege auf den eigenen Pkw. Zunehmend mehr entscheiden sich für ein CarSharing-Auto. Leider hält sich dennoch das Vorurteil, dass CarSharing teuer ist, teurer als ein eigenes Auto. In unserer neuen Artikel-Serie „Kosten“ möchten wir uns in den nächsten Wochen näher mit diesem Thema beschäftigen.

CarSharing bietet gegenüber dem privaten Pkw viele Vorteile: Es entstehen nur dann Kosten, wenn das Fahrzeug auch genutzt wird. Für jeden Zweck stehen passende Fahrzeuge zur Verfügung – vom Kleinwagen bis zum Transporter. Diese stehen auf reservierten Stellplätzen in der Nähe der eigenen Wohnung oder des Arbeitsplatzes. So entfällt die oft lästige Parkplatzsuche am Ende der Fahrt. Der Weg zum TÜV, Besuche in der Werkstatt oder die Fahrzeugpflege übernimmt der CarSharing-Anbieter.

CarSharing lohnt sich

Insbesondere für Gelegenheitsfahrer*innen ist CarSharing à la cambio deutlich günstiger als ein eigenes Auto. Wer mit dem eigenen Pkw zum Einkaufen fährt, denkt selten darüber nach, was diese Fahrt kostet. Daher mag ein Preis von 7,92 Euro für eine Einkaufsfahrt (2 Stunden, 8 km, Preisklasse S im Basis-Tarif) mit dem CarSharing-Auto teuer erscheinen.  Aber: Beim Vergleich, was die Fahrt mit einem eigenen Auto kostet, werden viele Kostenbestandteile nicht berücksichtigt. Verständlich, da nicht nach jeder Fahrt die tatsächlichen Kosten vom Konto abgebucht werden.

Die tatsächlichen Kosten eines privaten Pkw

Den Wenigsten sind die tatsächlichen Kosten ihres privaten Pkws bewusst, denn neben der Kfz-Steuer und -Versicherung muss auch der Wertverlust eines Fahrzeugs einberechnet werden. Und der treibt die monatlichen Aufwendungen deutlich in die Höhe. Autobesitzer*innen mögen die Spritkosten noch relativ gut im Blick haben. Der jährliche Wertverlust ihres Autos liegt im Schnitt jedoch zirka 86 Prozent höher, als angenommen.

Wir können die Kosten, die jeden Monat für ein Auto auflaufen, unterteilen in Fixkosten (also Steuern, Kfz-Versicherung wie Kfz-Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko), Betriebskosten (also Sprit, Ölwechsel und Pflege) und Werkstattkosten (Reparaturen und Inspektionen).

Als Grundlage für einen Kostenvergleich haben wir eine typische cambio-Rechnung einer vierköpfigen Familie genommen, die 10.000 km im Jahr im Aktiv-Tarif unterwegs ist. Die Fahrten setzen sich aus kurzen Fahrten innerhalb der Stadt, Fahrten übers Wochenende und einer längeren Urlaubsfahrt zusammen. Die für die Familie angefallenen Kosten stellen wir den Kosten gegenüber, die für einen privaten Pkw angefallen wären.

In unserem Rechenbeispiel gehen wir von einem Ford Fiesta (Benziner, neues Modell) aus. Der ADAC gibt für dieses Modell bei einer Haltedauer von 48 Monaten einen Wertverlust von monatlich 215 Euro an. Rechnen wir die üblichen Fix- und Betriebskosten dazu, kommen wir schnell auf monatliche Kosten von 420 Euro – umgerechnet 51 Cent pro Kilometer.

Für die Kosten des eigenen Pkw nutzen wir als Grundlage den Kostenrechner des ADAC. Beim cambio-Auto gehen wir von zwei Personen aus, die im Aktiv-Tarif unterwegs sind.

Für die Kosten des eigenen Pkw nutzen wir als Grundlage den Kostenrechner des ADAC. Die Kosten für das cambio-Auto haben wir auf Basis einer typischen Jahresrechnung einer Familie mit zwei Fahrberechtigen im Aktiv-Tarif ermittelt.

Das kostet cambio

Die Fahrtkosten bei cambio setzen sich aus einem Zeitpreis und einem Kilometerpreis zusammen. Hinzu kommt je nach Tarifwahl ggf. ein Monatsbeitrag. Dabei sind die Kosten für Versicherung, Treibstoff, Werkstatt und Pflege bereits im Fahrpreis enthalten.

Sie zahlen zum Beispiel 12 Euro Monatsbeitrag im Aktiv-Tarif wenn Sie mit zwei Fahrberechtigten angemeldet sind. Hinzu kommen 8,33 Euro monatlich, wenn beide Personen jeweils ein Sicherheitspaket (SiPack) für eine geringere Selbstbeteiligung im Schadensfall abgeschlossen haben. Sind Sie mit dem cambio-Auto 10.000 km im Jahr unterwegs, kommen Sie im Aktiv-Tarif auf den Monat umgerechnet auf Kosten in Höhe von etwa 270 Euro, umgerechnet einem Kilometerpreis von 32 Cent.

Für Sparfüchse: Auch ohne SiPack sind alle cambio-Autos versichert. Wer keine monatlichen Fixkosten möchte, ist im Basis-Tarif gut aufgehoben. Sie interessieren sich dafür, was eine Fahrt mit dem cambio-Auto kostet? Unser Preisrechner hilft weiter.

Sie sind pro Jahr deutlich weniger als 10.000 Kilometer mit dem cambio-Auto unterwegs? Dann verringern sich die Kosten abhängig vom Tarif und ihrem Fahrtenmuster. Denn für Fahrten mit mehr als 100 Kilometern verringert sich der Kilometerpreis. Details finden Sie auf unserer Tarife-Seite.

Weiter geht’s mit der Beispielsrechnung. In unserer Gegenüberstellung kostet der private Pkw 5.124 Euro pro Jahr, das cambio-Auto 2.987 Euro. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt aktuell bei 3.994 Euro. Ein privater Pkw kostet im Jahr entsprechend deutlich mehr als ein durchschnittliches Monatseinkommen. Auch hier schneidet das CarSharing-Auto deutlich besser ab.

Hier finden sich weitere Informationen zum Thema „Kostenvergleich CarSharing / privater Pkw“:

Anmerkung: Im ursprünglichen Text hatten sich leider Fehler eingeschlichen. Diese haben wir mittlerweile behoben. Unseren Leser*innen ganz lieben Dank dafür, dass sie den Artikel so sorgfältig gelesen und uns auf die Fehler aufmerksam gemacht haben. Wir entschuldigen uns an dieser Stelle dafür, dass wir an dieser Stelle unpräzise gearbeitet haben.

Noch kein Kunde? Dann informieren Sie sich jetzt hier und steigen Sie ein!

Der direkte Draht zum Team des cambio Blogs: blog@cambio-CarSharing.de

(Text: Catharina Oppitz / Fotos: iStock, cambio)

 

6 comments

  1. Johannes

    Schöne Aufschlüsselung der Kosten. Das bestätigt mich mal wieder mehr darin, dass ich mir kein eigenes Auto anschaffen muss. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Cambio-Stationen auch im ländlichen Gebieten gäbe.

    1. cambio Deutschland Post author

      Damit cambio auch im ländlichen Raum wachsen kann, brauchen wir starke Partner für Ort. Ein Beispiel? Eine Gemeindeverwaltung möchte ihre Mobilität mit CarSharing organisieren und verpflichtet sich, für einen bestimmten Zeitraum die cambio-Autos verbindlich zu nutzen. Darauf können wir dann aufbauen. Mit derartigen „Entwicklungspartnerschaften“ haben wir bis jetzt ganz gute Erfahrungen gemacht. Mit Hilfe von verlässlichen Ankerkunden ist es bedeutend einfacher, eine Infrastruktur fern der anderen cambio-Städte aufzubauen. Wir bleiben dran!

  2. Sandra

    Das ist wirklich ein spannender Vergleich! Tatsächlich finden meine Freunde (mit eigenem Auto) es immer unglaublich teuer, wenn ich erzähle wie viel mein Wochenendtrip mit cambio gekostet hat. Nun habe ich endlich mehr Argumente an der Hand wie teuer das private Auto tatsächlich ist! Mich würde noch interessieren wie genau der Wertverlust berechnet werden kann. Wenn man ein gebrauchtes, relativ günstiges Auto gekauft hat, dann fällt der Wertverlust ja entsprechend niedriger aus.

    1. cambio Deutschland Post author

      Es freut uns sehr, dass wir Ihnen ein paar gute Argumente mit auf den Weg geben konnten.
      Den Restwert des eigenen FZGs können Sie gut hier abschätzen lassen: https://www.dat.de/gebrauchtfahrzeugwerte/#/start. Anhand des FZG-Schein können Sie den aktuellen Händlereinkaufpreis ermittelen. Das ist immer ein guter Anhaltspunkt. Was das eigene FZG gekostet hat, wissen Sie ja. Letztendlich erfahren Sie den realen Wertverlust aber erst dann, wenn Sie Ihr Auto verkaufen.
      Zur Berechnung der Autokosten ist zu beachten, dass je älter ein Auto ist bzw. je mehr gefahrene Kilometer es hat, zwar der Wertverlust sinkt, aber die Kosten für Wartung und Reparaturen hochgehen. Ein Gebrauchtfahrzeug ist also nur bedingt günstiger. Das hängt aber immer sehr vom Einzelfall ab und ist für uns nur schwer abschätzbar.

        1. cambio Deutschland Post author

          Da haben Sie natürlich Recht. Bei sehr alten Fahrzeugen sehen die monatlichen Kosten natürlich anders aus und sind schwerer zu bestimmen, was vor allem den Wertverlust betrifft. Der Wertverlust wird generell mit der Alter eines Fahrzeuges geringer, dafür sind ältere Fahrzeuge i.d.R. reparaturanfälliger.

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