17 comments

    1. Arne Franke

      Das ist leider nicht ganz richtig. Das Grundgewicht eines SUV ist einfach höher, der Luftwiderstand ebenso. Entsprechend muss mehr Kraft für den Antrieb aufgebracht werden. Und nur weil etwas mit Strom angetrieben wird, ist es nicht gleich sauberer. Noch ist nämlich der Anteil der fossilen Brennstoffe an der Erzeugung des Ladestroms hoch. Die Abgase entstehen halt nur nicht lokal, sondern in den Elektrizitätswerken, die mit Kohle und Gas betrieben werden. Umweltfreundlicher wäre ein Antrieb, der ausschießlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird.

  1. Kyra Voight

    Auch bei mir in der Gegend haben viele menschen einen SUV. Ich finde es unnötig, aber gut. Mein Auto ist ziemlich sparsam und hat zudem ein Partikelfilter. Warum sind eigentlich nicht alle Autos mit einem Filter ausgestattet?

    1. Arne Franke

      Für die meisten Fahrten benötigt man keinen SUV, das Gewicht des großen Wagens muss trotzdem bewegt werden. Partikelfilter wären ein Anfang um den Feinstaub-Ausstoß zu reduzieren. Bei cambio versuchen wir nach Möglichkeit immer die umweltfreundlichsten Fahrzeuge einzukaufen, die gleichzeitig praktisch sind. So besitzt die neueste Generation unserer Fiesta einen Partikelfilter, der den Ausstoß von Feinstaub reduziert. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie gerne hier weiter: https://www.cambio-carsharing.de/blog/partikelfilter-fiesta/

  2. hochtief

    Ich bin der Meinung, dass einige Aspekte hier nicht beachtet werden. Der Vergleich eines SUV mit einem Kleinwagen ist unsinnig. Er sugerriert nämlich, dass ein PKW-Fahrer sich als Ersatz für einen SUV einen Kleinwagen kaufen würde. Die Nutzer der SUV werden aber eher wieder zu gut motorisierten “Kombi-Klasse” zurückkehren, die mit aufkommen der SUV kleiner geworden ist. Der Verbrauchsunterschied zwischen Kombi und SUV liegt bei vergleichbaren Fahrzeugen bei ca. 10 – 15%, was sich durch den Gewichtsunterschied und den anderen Luftwiderstand ergibt. Die Motorenpalette der Hersteller ist nämlich identisch.
    Hier ein Rechenbeispiel: Anteil Strassenverkehr an co2 Ausstoß ca. 18%. Anteil SUV an Bestands-PKW (nicht Neuzulassungen) ca. 15%. Mehrverbrauch SUV gegenüber vergleichbarem Kombi ca. 15%. Fazit: 18% x 15% x 15% = 0,4 %!! Durch ein generelles SUV Verbot würden also die CO2 Emission in Deutschland um 0,4 % reduziert. Nur die Abschaltung des Kohlekraftwerkes Niederaußen würde 3% einsparen. Symbolpolitik!!

    1. Arne Franke

      Wie sich derzeitige SUV-Fahrer in alternativen Autokäufen verhalten könnten, möchten wir nicht mutmaßen. Wenn Sie Ihre Rechnung mit Kleinwagen durchführen und berücksichtigen, dass die Menschen ihre Fahrzeuge zum Teil sogar ganz abschaffen, weil sie geteilte Angebote nutzen, dann bleibt der Wert gewiss nicht bei CO2-Einsparungen von 0,4 Prozent. Zum Vergleich: Ein Ford Fiesta hat nach NEFZ einen CO2 Ausstoß von 117 g/km, der Ausstoß eines Audi Avant RS liegt bei 262 g/km. Der Verkehr in Deutschland ist für 18 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Bei dem Anteil lohnen sich auch schon geringe Reduktion.

  3. Linda

    Ich möchter an dieser Stelle nochmal um den Ausbau der Stationen in Bremen Hemelingen bitten. Ich wohne in Mahndorf und versuche gerade mit zwei Kindern ohne Auto zurecht zu kommen. Die nächsten Stationen sind 3 bzw 5 Kilometer entfernt, die ich dann mit Fahrrad, Kind und Kindersitz versuche zu erreichen. Eines der Kinder muss dann zu Hause 30 bis 40 Min. warten, das ist logistisch nicht anders zu lösen. Ich bitte um eine Station am Bahnhof Mahndorf. Grüße!

    1. cambio CarSharing Deutschland

      Guten Tag Thomas,

      Sie haben vollkommen recht, wenn Sie sagen, dass es im Verhältnis gesehen werden muss. Hier sollte der Wert der CO2-Emission pro Kilometer betrachtet werden. Dieser Wert macht alle Verkehrsmittel miteinander vergleichbar. Und wenn wir uns die Sportgeländewagen einmal genauer ansehen, dann liegen die CO2-Emissionen bei einem SUV teilweise beim dreifachen Wert eines Kleinwagens. Und auch die sogenannten Mini-SUVs stoßen aufgrund ihrer Ausmaße und Gewicht wesentlich mehr aus als ein kleineres Auto. Wenn man es also im Verhältnis sieht, dann machen Gewicht und Größe den Unterschied, ob ein Auto mehr oder weniger umweltverträglich unterwegs ist.

      Sprechen wir von Elektroautos, dann gilt es ebenso: Wann immer eine große Masse mit hohem Luftwiderstand bewegt werden möchte, muss mehr Energie aufgebracht werden. Und dies resultiert in einem hohen Verbrauch und entsprechenden Emissionen. Je nach Herkunft des Stroms sind die Fahrzeuge dann natürlich nicht umweltfreundlicher. Und auch beim Thema Elektromobilität tragen kleinere (und leichtere) Autos zu einem umweltverträglicheren Verkehr bei. Die große Chance des Elektroautos ist jedoch, dass diese ab dem ersten Kilometer CO2-Emissionen einsparen, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

      Und natürlich ist es auch in den Ländern außerhalb der EU wichtig, dass der Verkehr umweltverträglicher wird. Neben der industriellen Produktion trägt der Verkehr einen wesentlichen Teil zu den CO2-Emissionen bei. Da ist es der richtige Schritt, bei sich selbst anzufangen, und die eigenen Verkehrsgewohnheiten einmal zu hinterfragen. Und dazu gehört sicherlich auch die Frage: Welches Fahrzeug brauche ich tatsächlich für den größten Teil meiner Wege?

      Viele Grüße,
      Ihr cambio-Team

      1. Jens Decker

        Durch eine einzelne Aktivität wird man die Welt nie retten können oder was immer man darunter versteht. Dafür ist natürlich immer eine Vielzahl an Maßnahmen nötig. Aber: warum soll der Vergleich nicht fair sein? Schließlich ist entscheidend, was mit dem KfZ an “Nutzlast” bewegt wird. Wenn das wie üblich nur eine Person ist, ist so eine 3 Tonnen schwere Scheißkiste einfach aus meiner Sicht nicht zu tolerieren. Auch dann nicht, wenn sie mit einer Batterie oder als Dienstwagen mit einem Steuerspar-Pluginhybrid ausgerüstet ist und in der Realität dann doch mit dem Sprit vom Chef fährt.

  4. Thomas

    Das böse SUV….. Nein, sie sind nicht böse. Ein modernes SUV verbraucht sicherlich mehr als ein Kleinwagen, doch dieser Vergleich ist nicht fair. Eine Melone ist auch schwerer als eine Erbse. Das Gewicht eines Autos sagt nichts über die Umweltverträglichkeit aus. Man muss es im Verhältnis sehen.
    Elektroautos haben auch ein sehr hohes Gewicht. Sind sie genauso böse wie die SUV´s?

    Der PKW Verkehr tut sicherlich seinen Teil zum Klimawandel dazu, aber durch das schlecht reden oder gar verbieten von SUV und großen Autos werden wir die Welt allein nicht retten. Die Welt ist größer als die EU.

  5. Konrad Lötzsch

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe zwei Anmerkungen/Anregungen:
    1. Ich habe das Gefühl, das der alte blaue Ford Focus aus Rothe Erde weit weniger Benzin verbraucht als die neuen Ford Fiestas an der Bismarckstraße und wollte hier noch mal meine volle Unterstützung für möglichst sparsame Autos in der Cambioflotte zum Ausdruck bringen. Dafür können die Auto auch gerne gemütlich anfahren.

    2. Wir haben als Familie mit drei kleinen Kindern das extreme Glück, dass jetzt die Cambiostation unter unserem Fenster ist und sogar unsere Adresse hat. Letztes Jahr noch, als die Station 100 m entfernt war, hatten wir cambio für uns ausgeschlossen, weil wir nicht wussten, wie wir mit Kindern zwei Autositze (einer ist ja im Auto) so weit schleppen sollten. Dies ist gerade alleine (was ja im Alltag sehr oft vorkommt) nicht zu schaffen.
    Genauso, wie ich es unterstütze, dass Studenten kostenlose Grundgebühren bekommen, damit sie sich gar nicht erst ein erstes eigenes Auto zulegen, so finde ich es schade, dass junge Familien Cambio nicht nutzen können und sich dann ein eigenes Auto kaufen. Dies behalten sie dann auch noch, wenn sie nur noch die leichten Sitze brauchen, die die Kinder selber tragen können. Mir ist klar, dass die Kofferräume immer voll wären, wenn in jedem Auto drei Kindersitze gelagert würden, aber vielleicht können Sie ja mal darüber nachdenken, zumindest an den großen Stationen mit 4 oder mehr Auto Schränke aufzubauen, in den zusätzliche Sitze lagern.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Konrad Lötzsch

    1. cambio CarSharing Deutschland

      Hallo Herr Lötzsch,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Anregungen.

      Leider ist es nicht möglich, immer alle Kundenwünsche zu erfüllen. Wir versuchen, es für die Mehrheit unserer Kunden passend zu machen. Schränke an den Stationen lassen sich zum Beispiel kaum umsetzen, da die Stellplätze entweder im öffentlichen Raum liegen oder von uns eigens angemietet wurden. Gerade für Familien haben wir die Fahrzeuge der Klasse M oder auch den 9-Sitzer in der Flotte. Oftmals nutzen Familien mit mehreren Kindern ihre eigenen Kindersitze.

      Zu ihrer Anmerkung bezüglich des Benzinverbrauchs: Wir haben die Listen-Verbrauchswerte mit unseren real gemessenen Werten einmal gegeneinander verglichen: Der neue Ford Fiesta mit Partikelfilter ist verbrauchs- und emissionsärmer unterwegs als der Ford Focus – da kann das subjektive Fahrempfinden täuschen. Grundsätzlich ist der Verbrauch eines Fahrzeuges auch immer von der Fahrweise abhängig und zum Beispiel im Stadtverkehr in der Regel höher als durchschnittlich angegeben.

      Viele Grüße und weiterhin gute Fahrt,
      Ihr cambio-Team

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