Gemeinschaftlich durch die Krise

42 Replies

Allgemein Aus der Welt von cambio
Soli-Station und Soli-Auto zur Unterstützung von cambio CarSharing in Zeiten der Corona-Krise

Wie viele Unternehmen kommen auch wir nicht unbeschadet durch die Corona-Krise. Es gibt deutlich weniger Buchungen, da die Gründe für Fahrten schlicht nicht mehr da sind. Wir brauchen Ihre Hilfe und haben uns einige Unterstützungsaktionen überlegt. Lesen Sie mehr über unsere Soli-Autos, Stationspatenschaften und rabattierte Langzeitbuchungen.

Noch Anfang März war es ein großes Rätselraten: Was tut dieses neuartige Corona-Virus? Wie verbreitet es sich? Welche, vielleicht langfristigen, Konsequenzen wird das für den Einzelnen, für Familien oder Firmen haben? Wir bei cambio standen wie viele Andere vor diesen Fragen.

Ein schnell auf die Beine gestelltes Langzeitbuchungsangebot sollte denjenigen Kundinnen und Kunden helfen, die gerade in dieser Zeit auf ein Auto angewiesen sind.

Erste Maßnahmen und Erfahrungen

Wir haben genau beobachtet: Wie reagiert die Politik auf das gesundheitliche Risiko? Wie entwickeln sich die Zahlen – die Infektionszahlen genauso wie unsere Buchungen? Wie können wir unsere Dienstleistung unter den veränderten Bedingungen weiterhin zuverlässig anbieten?

Inzwischen wissen wir deutlich mehr: Wir sehen, dass die Kontaktbeschränkungen geholfen haben, unser Gesundheitssystem am Laufen zu halten und die Kurve an Erkrankungen gerade im Vergleich zu anderen Ländern flach zu halten. Wir haben gelernt, unsere Arbeitsprozesse auch in der Kurzarbeit umzustellen.  Wir wissen, dass alle getroffenen Maßnahmen richtig und wichtig waren und auch weiterhin sind, um diese Krise möglichst gesund zu überstehen.

Aber natürlich mussten wir auch einiges lernen, was eher schmerzlich ist: Wenn niemand mehr irgendwohin fahren darf und alle zuhause sind, werden unsere Autos deutlich weniger gebraucht. Wir sind selten „systemrelevant“, wie es so schön heißt. Sind unsere Autos sonst im Frühjahr in den Osterferien unterwegs oder zu ersten Ausflügen ans Meer, stehen sie jetzt ungenutzt an den Stationen. Wir haben abhängig von der Stadt und der Region einen Rückgang der Buchungen zwischen 40 und 80 Prozent.

Während unsere Einnahmen wegbrechen, laufen die Kosten selbstverständlich weiter: Die Mieten für die Stellplätze und unsere Büros, Kosten für Versicherungen und natürlich auch die Gehälter unserer Kolleginnen und Kollegen müssen weiterbezahlt werden. Wir sind zwar in Kurzarbeit, aber versuchen, die Gehaltseinbußen so gering wie möglich zu halten.

Kurzarbeit, KfW-Darlehen, Soforthilfeprogramme sind erste Schritte, diese Zeit wirtschaftlich zu überstehen. Aber wir machen uns nichts vor: Es wird ein langer, harter Weg bis zur Normalität. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr unser 20-jähriges cambio-Jubiläum feiern und mit vielen Ideen und neuen Angeboten das Jahr zu einem besonderen machen. Jetzt tun wir alles dafür, auch weiterhin der zuverlässige CarSharing-Anbieter zu sein, der wir in Ihrem und unserem Interesse sein wollen. Doch so ganz aus eigener Kraft wird uns das vielleicht nicht gelingen.

Home-Office in Zeiten von Corona. Die "Kollegin" hat ganz eigene Vorstellungen von Fahrzeugdesign.

Home-Office in Zeiten von Corona. Die „Kollegin“ hat ganz eigene Vorstellungen von Fahrzeugdesign.

Soli-Aktionen zur Unterstützung

Wir brauchen Ihre Hilfe! Ob es sich dabei um einen kleinen oder größeren Beitrag handelt, Ihre Unterstützung wird helfen, uns durch diese Krise zu manövrieren.

Erste Möglichkeit: „Soli-Autos“

Unterstützen Sie uns, indem Sie ein Auto buchen, das Sie nicht fahren können. Sie finden in Ihrer cambio-Stadt ab sofort eine eigens eingerichtete „Soli-Station“ im fiktiven Stadtteil „Solidarität“ mit buchbaren „Soli-Autos“. Sowohl die Stationen als auch die Fahrzeuge gibt es nur virtuell in unserem System, nicht jedoch tatsächlich auf der Straße.

Buchen Sie eines unserer Soli-Autos für eine, zwei oder mehr Stunden. Der Zeitpreis ist Ihr Solidaritäts-Beitrag an uns und hilft uns, die Fahrzeug-Flotte durch die Krise zu bringen. Das Soli-Auto fährt in der Preisklasse M. Der Zeitpreis richtet sich also nach Ihrem individuellen Tarif. Zum Beispiel unterstützen Sie uns mit der Buchung von 3 Stunden im Aktiv-Tarif mit 6,60 Euro. Oder mit einer Stunde im Basis-Tarif mit 4,00 Euro.

Mit der Buchung eines Soli-Autos an virtuellen Stationen können Sie uns unterstützen.

Mit der Buchung eines Soli-Autos an virtuellen Stationen können Sie uns unterstützen.

Zweite Möglichkeit: Stationspatenschaften

Unsere cambio-Stationen sind neben den Fahrzeugen das Herzstück unseres Angebots. Mit einem dichten Netz schaffen wir ein Angebot, das so attraktiv ist, dass CarSharing eine echte Alternative zum privaten Pkw ist. Der kurze Weg zum nächsten Auto ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich Menschen für ein CarSharing-Angebot entscheiden. Unser Stationsnetz möchten wir natürlich beibehalten, um auch weiterhin ein verlässlicher Mobilitätspartner zu sein. Die Stellplatzkosten sind aber neben den Fahrzeugkosten einer der größten Posten unserer Ausgaben.

Hierbei können Sie uns unterstützen, indem Sie eine Patenschaft in Höhe von monatlich 30 Euro für Ihre Wunsch-Station übernehmen und damit einen Teil der Stellplatzkosten decken. Falls Sie sich für diese Unterstützungsvariante interessieren, schicken Sie gerne eine E-Mail mit Ihrer Wunsch-Station und der Dauer der Patenschaft an Ihre cambio-Geschäftsstelle. Schreiben Sie uns bitte auch, ob Sie eine virtuelle „Patenschaftsplakette“ in der Stationsbeschreibung wünschen. Wir machen Ihr Engagement dann öffentlich.

Dritte Möglichkeit: Ihr „eigenes“ Auto auf Zeit

Für alle, die derzeit ein Auto für eine längere Zeit benötigen, weil Sie sich z. B. besonders gegen Ansteckung sichern müssen, bieten wir außerdem ein Langzeitbuchungsangebot:

Von Anfang bis Ende Mai (Buchungsende 31.05.2020) können Sie die cambio-Autos eine Woche lang buchen und zahlen dafür nur den Zeitpreis von 4 Tagen (zuzüglich Kilometerpreis). Das Angebot gilt für alle Fahrzeuge in allen Preisklassen und alle Buchungen, die ab dem 1. Mai vorgenommen werden.

Auch mit der Buchung dieses Angebots unterstützen Sie uns.

Gemeinschaftlich durch die Krise kommen

Gemeinschaftlich durch die Krise kommen

Gemeinsam durch die Krise

Wir hoffen, mit den von uns eingeleiteten, oben beschriebenen Maßnahmen und mit Ihrer Hilfe gut durch diese Zeit zu kommen. Am Wichtigsten ist natürlich nach wie vor, dass wir alle gesund bleiben.

„Im Moment ist nur Abstand ein Ausdruck von Fürsorge.“, ein derzeit oft beschworener Rat. Ja, aber Abstand muss nicht heißen, dass jede und jeder für sich alleinsteht. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die Stärke der Gemeinschaft. Und wir sind stolz auf diese Gemeinschaft, die uns schon die vergangenen 30 Jahre begleitet hat.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung. Bleiben Sie gesund!

Bettina Dannheim und Joachim Schwarz
Geschäftsführung cambio CarSharing im Namen des gesamten cambio-Teams

42 comments

  1. Jan Lossen

    Hallo Frau Dannheim,
    gerne mache ich eine Solidaritätsbuchung. Daneben würde ich empfehlen, dass Sie sich auch noch an die jeweiligen Städte wenden und diese um Hilfe bitte. Die Städte sollten eigentlich ein Interesse daran haben, dass es ein funktionierendes Car-Sharing-Netz in Ihrer Stadt gibt: das reduziert die Anzahl von Autos und erhöht die Attraktivität durch mehr Angebote. Die Städte könnte Sie in der Krise unterstützen z.B. indem sie Mietgebühren für Parkplätze erlassen.
    Beste Grüße, Jan Lossen

    1. Tina Dannheim

      Hallo Herr Lossen,
      besten Dank für die Soli-Buchung und Ihre Unterstützung.
      Wir haben schon sehr früh bei den Vermietern unserer Stationen nachgefragt, ob eine Stundung der Mietkosten möglich ist. Mal hat das geklappt, mal nicht. Wir haben auch die Städte angesprochen und um eine Stundung oder um das Erlassen der Mietkosten gebeten. Von einigen Kommunen haben wir eine positive Rückmeldung bekommen, bei anderen steht die Antwort noch aus.
      Jeder Tag bringt neue Erkenntnisse und zugleich gute und schlechte Nachrichten. Aber wir sind zuversichtlich, was die Zukunft angeht. Die Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden auf unsere Soli-Aktionen waren wirklich überwältigend und sie helfen sehr.
      Beste Grüße
      Bettina Dannheim

  2. Tim Bischoff

    Ich konnte mich so oft auf cambio verlassen, gerade noch im Februar. Oberleitungsschaden am Zug, zum Bahnhof Dammtor in Hamburg gedüst, schnell ins cambio Auto und doch noch pünktlich zu einem Kundentermin gekommen. Jetzt braucht ihr uns mal. Wir unterstützen euch gern.

    Tim & Antje aus Bremen

    1. Tina Dannheim

      Hallo Tim & Antje
      Danke für die freundlichen Worte und das Lob an uns als Dienstleister. Und besten Dank auch für die Unterstützung.
      Bleibt gesund und passt auf euch auf.
      Beste Grüße …. Tina

  3. Thomas Rusch

    Hallo erstmal.
    Also, wir fahren seid Jahrzehnten viel mit Cambio. Öfters ärgern wir uns zwar über verdreckte Fahrzeuge , aber alles in allem sind wir sehr zufrieden. In der Krise sollte man solidarisch zueinander stehen und jeder für sich schauen ob und was er dazu beitragen kann . Wir entscheiden uns für das Soli-Auto ! Bleibt gesund.
    Grüße Thomas und Bettina aus Bremen-Horn

    1. Tina Dannheim

      Hallo Thomas und Bettina
      Besten Dank für die Unterstützung und die Treue zu cambio seit Jahrzehnten. Wenn das Auto mal wieder verdreckt ist, freuen wir uns über eine Bewertung des Fahrzeugzustands in der App. Dann können wir schneller reagieren und herausfinden, wer für den Dreck im Innenraum verantwortlich ist. Außen ist es ja manchmal einfach das Wetter.
      Ich wünsche eine schöne Fahrt im virtuellen Soli-Auto.
      Lieben Gruß Bettina Dannheim

  4. Kathy Ziegler

    Hallo Cambio-Team,
    ich möchte eine Stationspatenschaft übernehmen und werde euch deshalb auch schreiben. Ich habe euren Aufruf in nebenan.de verbreitet, weil ich von vielen Nachbarn weiß, dass sie Cambio in Sülz nutzen. Darauf kam die Nachfrage, ob nicht die Stadt Köln Cambio als ein ortsansässiges Unternehmen unterstützen könnte. Wir diskutieren in Köln ja nicht erst seit gestern über eine Verkehrswende und teil eines nachhaltigen Verkehrskonzepts sollten auch lokale Carsharing-Anbieter sein, die stationsgebunde Autos bereitsstellen. Studien haben gezeigt, dass im Gegensatz zu den Free-Floatern statioinsgebundene Angebote tatsächlich einen Beitrag zur Verkehrswende leisten können. Deshalb wäre es wünschenswert, dass die Stadt Köln Cambio unterstützt und die Kosten für Stellplätze senkt oder die Gebühren stundet. Könnt ihr mal nachfragen oder sollen wir eine Petition machen?

    1. Tina Dannheim

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Auch dafür, dass Sie unsere Soli-Aktion in Ihrem Netzwerk teilen. Wir wünschen uns auch, dass stationsbasiertes CarSharing ein Teil der Verkehrswende bleibt, um die Straßen von ungenutzten parkenden Autos zu befreien. Schön, dass wir da an einem Strang ziehen.
      Wir stehen mit der Stadt Köln in engem Austausch, auch in dieser Krise. Sie wissen um unsere wirtschaftliche Situation und wir sind bemüht, Lösungen zu finden. Wir freuen uns sehr, wenn Sie dies in der Ansprache an die Stadt Köln unterstützen.

      Viele Grüße nach Köln auch im Namen des Kölner cambio-Teams
      Bettina Dannheim

  5. Wolfgang Richrath

    Liebes Cambio-Team!

    WIR SCHAFFEN DAS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sehr gerne übernehme ich für ein Jahr, d.h. von Mai 2020 bis April 2021 eine Patenschaft für meine “Lieblings-Station” TPK in Köln Müngersdorf. Bitte buchen Sie den Gesamtbetrag von € 360 in den nächsten Tagen von meinem Ihnen bekannten Konto ab. Einer Patenschaftsplakette bedarf es nicht.

    Ansonsten werde ich mich bemühen, Ihre Langzeitbuchungen zu nutzen und Ihnen auch damit zu helfen.

    Bleibt alle gesund!

    Beste Grüße

    Wolfgang Richrath

    1. Tina Dannheim

      Hallo Herr Richrath,

      das ist eine großzügige Unterstützung. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen! Sehr gern leite ich diese schöne Nachricht an unsere Kolleginnen und Kollegen in der Kölner Geschäftsstelle weiter. Sie werden sich sicherlich sehr darüber freuen.

      Bleiben auch Sie gesund
      Bettina Dannheim

  6. Anja und Jens

    Für uns ist die Sache klar: Wir können und wollen dazu beitragen, dass das tolle CarSharing-Angebot von Cambio erhalten bleibt. Wir werden eine Stationspatenschaft übernehmen.
    Lasst Euch nicht unterkriegen. Alles Gute!

    1. Tina Dannheim

      Hallo!
      Das freut uns sehr, vielen Dank für den Zuspruch. Wir lassen uns nicht unterkriegen und geben alles, damit Sie das cambio-Angebot weiterhin so nutzen können, wie Sie es gewohnt sind.

      Bleiben Sie gesund
      Bettina Dannheim

  7. Christian Krebs

    Die Situation ist einfach zu durchschauen. Das Cambio Anliegen, das wirtschaftliche Überleben zu sichern, ebenfalls. Eure Bitte um Spenden finde ich als Problemlöser möglich aber irgendwie auch ungerecht. Am Sinnvollsten erscheint es mir, die Kostenlast auf möglichst viele Schultern zu verteilen und damit das Ergebnis des Spendenaufkommens nicht vollständig dem Zufall des Augenblicks zu überlassen. Hier sollte man neben dem ohnehin fälligen Monatsbeitrag einen zusätzlichen, zeitlich befristeten Corona Solidarbeitrag anbieten, der sich einfach an den finanziellen Notwendigkeiten orientieren sollte, die ja grundsätzlich gut planbar sein sollten. Dieser Solidarbeitrag ist als Minimalbeitrag zu verstehen und kann aber, nach eigenem Ermessen, aufgestockt werden. In Anlehung an die Spendenbereitschaft / Spendenmöglichkeit der Kundschaft könnte dieser Mindestbeitrag ggf. z. B. einmal pro Quartal an die tatsächliche Entwicklung angepasst werden und sobald die Räder sich wieder drehen, würde sich dieser Beitrag auch langsam wieder reduzieren und schließlich hoffentlich ganz verschwunden sein.

    Herzliche Grüße und gute Gesundheit uns allen wünscht
    Christian aus Bremen

    1. Tina Dannheim

      Hallo Christian,
      Ihre Vorschläge sind interessant, und wir haben mit dem Gedanken einen Solidarbeitrag einzuführen auch schon gespielt – diesen Gedanken dann aber wieder verworfen. Auch ein Solidarbeitrag wäre – wie auch immer er aussehen würde – freiwillig. Wir wollen keinen „Zwangsbeitrag“ für alle Kundinnen und Kunden einführen.
      Die jetzigen Soli-Aktionen sind so gestaltet, dass auch kleine Beträge, wie die Buchung eines Soli-Autos für eine Stunde möglich sind – aber auch Stationspatenschaften für mehrere Monate. So können sich alle die es möchten – egal wie groß die Geldbörse ist – beteiligen.
      Die nächsten Wochen werden zeigen, ob wir mit den jetzt gestarteten Soli-Aktionen zurecht kommen oder ob wir uns weitere Massnahmen – mit oder ohne Beteiligung der Kundinnen und Kunden – überlegen müssen.
      Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
      Bettina Dannheim

  8. Ralf Betling

    Hallo,
    gerne unterstützen wir cambio – wir sind seit ca. 20 Jahren dabei und haben auch schon einigen Kollegen und Bekannten unabhängig von der Werbe-Prämie vorgemacht, dass der private PKW im städtischen Raum nicht mehr zeitgemäß ist.
    Umgekehrt würde ich mir wie Herr Dertning mehr Transparenz wünschen.
    Beispiele: Bei der Einrichtung einer neuen Station hatte ich angeboten, die Vorbereitung für E-Fahrzeuge ggf. mitzufinanzieren – keine Reaktion.
    Wir waren von Beginn an im damals üblichen „BONUS“-Tarif. Ohne Information oder Rücksprache wurde die damalige Einlage ausgezahlt und wir in den AKTIV-Tarif verschoben. Nachdem ich einmal mit einer Panne liegengeblieben war und meine liebe Not hatte, mein Kind damals von der Schule abzuholen, weil ich lange auf einen Techniker gewartet hatte, wurde mir die überzogene Zeit mit Zuschlag in Rechnung gestellt. Versuche der Klärung blieben erfolglos. Weil es um einen lächerlichen Betrag ging, habe ich das auf sich beruhen lassen.
    Die Buchungs-Restriktionen bei Elektrofahrzeugen sind m.E. unnötig streng.

    Es ist in Ordnung, wenn cambio als Unternehmen agiert und normalerweise Gewinne erwirtschaftet. Eine soziale Marktwirtschaft kann m.E. funktionieren. In einer besonderen Situation kann sich das ändern – da hilft es dann auch, die „Karten auf den Tisch“ zu legen.
    M.E. besteht durchaus die Chance, das Car-Sharing gestärkt aus dieser Krise hervorgeht, weil z.B. mehr Menschen vielleicht dauerhaft nicht mit einem PKW in ein Büro pendeln, weil es in Zukunft vielleicht bessere Gründe brauchen wird, HomeOffice von Arbeitgeberseite abzulehnen.

    Ich schreibe separat die Geschäftsstelle an, um die Soli-Möglichkeiten zu klären.

    Beste Grüße und beste Wünsche für die Gesundheit an alle!
    Ralf Bertling

    1. Tina Dannheim

      Hallo Herr Bertling,
      vielen Dank, dass Sie uns schon so lange begleiten und weiterempfehlen. Und bitte schreiben Sie an Ihre Geschäftsstelle und klären die beschriebenen Vorgänge. Was auch immer da schief gelaufen ist, sollte geklärt werden.
      Wir hoffen ebenfalls, dass die Coronakrise neben den Beschränkungen sowie den wirtschaftlichen und sozialen Risiken, auch Chancen für die Arbeitswelt hervorbringt. Und natürlich besonders dann, wenn unnötige Fahrten mit dem eigenen Pkw wegfallen.

      Bleiben Sie gesund.
      Bettina Dannheim

  9. Thomas

    Also wenn ich mir unsere Stationen hier in der Umgebung in Bremen anschaue sind die Autos beständig unterwegs. Gerade wieder aktuell in der APP geschaut und kein freies Auto im annehmbaren Umfeld gefunden. Gern plane ich vor, dann klappt das auch mit 1-2 Stunden Versatz. Aber 50% meiner Fahrten möchte/muss ich spontan machen. Dann habe ich vor der Krise kaum ein freies Auto gefunden (3 Stationen im annehmbaren Umfeld, weitere 2 15 min entfernt). Und jetzt ist es eigentlich genauso. So schlecht kann es cambio also nicht gehen, dass man zusätzlich spenden sollte.

    1. Tina Dannheim

      Hallo Thomas,
      wenn wir die Buchungslage in Ihrem Umfeld nochmal ansehen sollen, um Ihnen eine gezielte Rückmeldung zu geben, melden Sie sich doch bitte über Bremen@cambio-CarSharing.de und nennen Sie bitte Ihre Kundennummer.
      Ganz allgemein können wir nur sagen, dass der Nachfragerückgang sich nicht gleichmäßig über alle Zeitfenster verteilt und es deshalb auch weiterhin zu Engpässen kommen kann. An einigen Stationen haben wir unsere Flotte zudem aus Kostengründen und soweit vertretbar verkleinert. Grundsätzlich ist es natürlich richtig, uns nur dann zu unterstützen, wenn das Vertrauen stimmt. Wenn wir etwas tun können, um vielleicht verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen, rufen Sie gern in der Bremer Geschäftsstelle an.
      Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und bleiben Sie gesund.
      Besten Dank an dieser Stelle

  10. Jim

    Ich bin wirklich ein Fan von eurem CarSharing und nutze es regelmäßig. Leider momentan wie ihr schon sagt, durch fehlende Zwecke nicht zu Coronazeiten. Allerdings bin ich ein wenig erstaunt über diese Mail bzw. den Blog-Eintrag.
    Wenn man sich euer Konsortium an GmbHs und KGs einmal anschaut, stellt man sehr schnell fest, dass ihr (wahrscheinlich aus steuerlichen Gründen) für die einzelnen Städte bzw. Stadtregionen verschiedene Gesellschaften habt bei denen eure Mitarbeiter angestellt sind.
    Dann sollte man sich aber nicht wundern, wenn man zuvor aus steuerlicher Hinsicht Einsparen wollte und nun die staatlichen Hilfen nicht so groß ausfallen, als dass sie reichen würden.
    In der Bilanz der Aachener Cambio Gesellschaft findet sich für das Jahr 2018 eine Kapitalrücklage in Höhe von über 300.000€ sowie ein Jahresgewinn von 240.000€ – Und dann haltet ihr es nach wenigen Wochen „Shutdown“ für nötig bei euren Kunden nach freiwilligen Spenden zu rufen?
    Sehr unglaubwürdig… Ggf. wäre euch schon damit geholfen wenn eure Geschäftsführer jeder GmbH auf ein Monatsgehalt verzichten.

    1. Tina Dannheim

      Die Gründe für den Zusammenschluss der drei CarSharing-Unternehmen aus Aachen, Bremen und Köln waren vielfältig, aber steuerliche Vorteile zu haben, war nicht das Ziel. Wir wollten uns professionalisieren und Kosten sparen. Der Betrieb des Buchungsservice, die Software-Entwicklung, der gemeinsame Fahrzeug-Einkauf, die Standardisierung unseres Produktes und ein gemeinsames Marketing sind Arbeitsbereiche, die zentral durch die Muttergesellschaft effektiver betrieben werden können. Gleichzeitig sind die Unternehmen vor Ort eigenständige Firmen (GmbHs) geblieben (ohne Gewinn- und Verlustabgabe an die Muttergesellschaft). Die Steuern werden nach wie vor am Sitz der Tochterunternehmen gezahlt.
      Die cambio-Unternehmen werden lokal geführt und sind so persönliche Ansprechpartner für unsere Nutzerinnen und Nutzer. Wir können gut auf die lokalen Gegebenheiten und unsere lokalen Partner eingehen. Für die Kundinnen und Kunden hatte der Zusammenschluss vor 20 Jahren zusätzlich den Vorteil, dass sie in allen cambio-Städten ein standardisiertes und verknüpftes Angebot bei einheitlichen Preisen komfortabel nutzen konnten. Der Zusammenschluss hat uns übrigens keine großen Gewinne gebracht, aber eine belastbare wirtschaftlich Basis geschaffen. Rücklagen in größerem Umfang konnten dennoch nicht gebildet werden. Eine Zeit wie die aktuelle verlangt ja ganz andere Polster, um sie überstehen zu können.
      Die genannten Zahlen zur Kapitalrücklage der cambio Aachen sind übrigens falsch und für uns nicht nachvollziehbar. Für cambio Aachen betrug Ende 2018 die Kapitalrücklage (=Gewinnvortrag) 49.682,19 Euro; der Jahresgewinn 2018 betrug 10.889,31 Euro.
      Glücklicherweise besteht für viele Kundinnen und Kunden, kein Zweifel an unserer Glaubwürdigkeit. Wir sind dankbar sehr dankbar, dass sie sich mit uns solidarisieren.

      Beste Grüße
      Gisela Warmke, Geschäftsführerin von cambio Aachen

  11. Myriam

    Hallo liebes Cambio-Team,
    Ich finde Euren Aufruf gut und hätte folgende, ergänzende Idee:
    Das Angebot, „zahle 4 für 7 Tage“ ist sehr attraktiv, aber die Beschränkung auf den Monat Mai bringt sicher den meisten Menschen aufgrund der allgem Corona Restriktionen nicht sehr viel…
    Eine Win-Win Situation fände ich, wenn man die Fahrt (kann ja auch 5 oder 6 für 7 sein, ist ja auch attraktiv) im Laufe des Jahres 2020 buchen könnte, ABER den Festpreis für die Tage bereits im MAI überweist.
    Dann hätten alle etwas mehr davon.
    LG & kommt gesund durch diese Zeit,
    Myriam

    1. Tina Dannheim

      Hallo Myriam,
      danke für die Ideen, zu unserem Angebot der Langzeitbuchung. Wir haben schon mit ähnlichen Gedanken gespielt. Das Angebot „Zahle 4 und fahre 7 Tage“ ist wirklich sehr attraktiv und es ist eines, das wir sicher nicht dauerhaft anbieten werden. Wir werden Mitte Mai entscheiden, ob wir das Angebot unverändert auch den Juni über anbieten – oder, ob wir es an eine andere Buchungslage anpassen müssen. Wir haben aber auf jeden Fall deutlich wahrgenommen, dass diese Form der rabattierten Langzeitbuchung sehr gut angenommen wird. Was die Überweisung des Festpreises für spätere Monate angeht, haben wir gerade nicht die Möglichkeit, das in unserer Software abzubilden. Aber besten Dank für das Angebot.
      Viele Grüße und kommen auch Sie gesund durch diese Zeit.
      Bettina Dannheim

  12. Karin

    Guten Morgen, ich bin auch etwas erschrocken über Ihre mail und mache mir so meine Gedanken, wie ich Sie unterstützen kann, da ich Cambio ja auch schon seit Jahren schätze, ich es sehr schade fände, wenn es unterginge. Allerdings sind mir Patenschaften oder „Spenden“ ohne (teilweisen) Gegenwert nicht wirklich stimmig. Von meinem Reiseveranstalter habe ich jetzt einen „Reisegutschein“ bekommen über die Höhe der geplanten Reise. Gibt es ein solches Modell auch von Cambio?
    Mit freundlichem Gruß
    Karin

    1. Tina Dannheim

      Hallo Karin,
      es freut uns sehr, dass Sie uns schon so lange die Treue halten und uns auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen möchten. Besten Dank dafür. Tatsächlich gibt es die Möglichkeit ein Fahrtguthaben anzulegen. Die Höhe des Fahrtguthabens ist dabei beliebig und kann 50 Euro, aber auch 500 Euro betragen, ganz wie Sie es wünschen. Das Fahrtguthaben fahren Sie dann ganz nach Ihrem Fahrtaufkommen schnell oder langsam ab. So unterstützen Sie uns jetzt und haben einen realen Gegenwert für die Zukunft. Melden Sie sich gerne bei Ihrer cambio-Geschäftsstelle, wenn Sie ein Fahrtguthaben einrichten möchten. Weitere Infos dazu Sie auch auf unserer Website unter dem Menü-Punkt: „So geht cambio“
      Kommen Sie gut durch diese Zeit und bleiben Sie gesund.
      Bettina Dannheim

  13. Anonym

    Hallo liebes Cambio-Team,

    danke für Eure ehrliche E-Mail. Ich habe gleich einen Soli-Transporter gebucht. Es ist mir ein Anliegen, Euch zu unterstützen, denn ich stehe voll und ganz hinter der Idee des Carsharings. Den Kommentar, der Eure E-Mail als „Bettelbrief“ abstempelt kann ich leider nicht nachvollziehen. Bitte lasst Euch davon auch nicht beirren.

    Liebe Grüße

    1. Tina Dannheim

      Hallo zurück
      und vielen Dank für Ihre warmen Worte und die Unterstützung mit einer Soli-Buchung.
      Wir würden tatsächlich keinen Hilferuf starten, wenn wir aus eigener Kraft ohne Stationsschließungen und ohne einen massiven Abbau von Fahrzeugen durch die Krise kämen. All das wollen wir auf jeden Fall vermeiden und schauen kontinuierlich, wo wir Einsparungen vornehmen können und welche Finanzmittel wir wo noch beantragen können. Die Soli-Aktion ist dabei ein Baustein unserer Bemühungen durch die Krise zu kommen. Wie wir aber gerade feststellen, ein wichtiger Baustein, denn wir sind von den vielen positiven Rückmeldungen überwältigt. Sie machen uns noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, ein verlässlicher Partner für unsere Kundinnen und Kunden zu sein.
      Kommen Sie gut durch diese Zeit und bleiben Sie gesund.
      Bettina Dannheim

  14. Thomas Gebauer

    Leute,

    ein bisschen weniger Rumgekrittel ist auch ne gute Idee. Wir alle mögen Cambio und nutzen es gerne. Und wenn wir wollen, dass es Cambio auch in Zukunft noch gibt, wird es doch wohl kein Problem sein, das Soli-Auto für zwei, drei Stunden zu buchen. Das sind z.B. zwei Bier weniger, die man im Moment eh in keiner Kneipe trinken kann. Ich jedenfalls habe eben ein Auto gebucht. Ein paar Euro reichen doch schon. Wenn das noch viele Cambio-Freunde mehr machen, können wir hoffentlich auch in Zukunft mit Cambio-Autos durch die Gegend fahren…

    Alles Gute, Thomas Gebauer

    1. Tina Dannheim

      Hallo Thomas Gebauer,
      vielen Dank für den Zuspruch und Ihre Unterstützung! Tatsächlich hilft uns jede Soli-Buchung, um unseren Betrieb in dieser Zeit aufrecht erhalten zu können. Wir tun gerade alles dafür, dass Sie unsere cambio-Autos auch in der Zukunft weiter nutzen können.
      Viele Grüße und kommen Sie gut durch die schwierigen Tage.
      Bettina Dannheim

  15. Bernhard Seitz

    Liebes Cambioteam (in Lüneburg),
    seit gut zehn Jahren nutzen wir Ihr Angebot und können deshalb auf ein eigenes Auto gut verzichten. Wir haben uns immer gefreut, wenn sich das Angebot erweitert hat und unsere Wege zur nächsten Station kürzer wurden.
    Auch wenn Cambio ein „normales“ Unternehmen ist: vor Ort war es (die alten=neuen Mitarbeiter*innen; die Philosophie) immer ein besonderes, auch nachdem campusmobil zu cambio wurde.
    Wir prüfen welche Art des Soli für uns am besten passt!
    Mit besten Wünschen
    Bernhard Seitz

    1. Tina Dannheim

      Hallo Bernhard Seitz,
      vielen Dank für den Zuspruch, die freundlichen Worte und die Unterstützung.
      Viele Grüße nach Lüneburg.
      Bettina Dannheim

  16. Axel Becher

    Hallo liebes cambio-Team,

    ich würde gerne einen gewissen Beitrag monatlich spenden, idealerweise über den Tarif. Ich habe gerade schon von „aktiv“ auf „comfort“ gewechselt, ggf. wäre es sinnvoll noch weitere Tarife jeweils in 5€-Schritten gestaffelt anzubieten ? Die Stationspartnerschaft ist mir momentan etwas zu teuer, ich denke, auch anderen Spendenwilligen könnte es so gehen …

    Besten Gruß & alles Gute durch die Krise,

    Axel Becher

    1. Tina Dannheim

      Hallo Axel Becher,

      besten Dank für den Tarifwechsel. Das freut uns sehr. Wir nehmen Ihre Anregung einer anderen Staffelung der Monatsbeitrage gern mit in unsere nächste Beratung, wie wir unsere Tarifstrukturen ändern könnten.
      Für die Wahl einer kleinen oder größeren Soli-Spende gibt es übrigens das Soli-Auto. Das kann auch mal nur für eine Stunde gebucht werden :-).

      Bleiben Sie gesund und kommen auch Sie gut durch die Krise.

      Das cambio-Team

      1. Sven

        Liebes cambio-Team,

        gibt es noch die Möglichkeit, ein cambio-Depot (500 EUR) anzulegen? Das wäre doch auch eine gute Möglichkeit, euch zu unterstützen. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass ihr gut über die Runden kommt und es bald wieder bergauf geht.

        Viele Grüße,
        Sven

        1. Tina Dannheim

          Hallo Sven,

          die Möglichkeit, ein Depot anzulegen gibt es nicht mehr. Aber es ist möglich, ein Fahrtguthaben anzulegen. Die 500 Euro würden dann so nach und nach abgefahren werden. Auch hier hilft ein anruf im Kundenservice – sie würden sich über ein derartiges Angebot sicher sehr freuen.

          Viele Grüße
          Bettina Dannheim

  17. Gunter Dertnig

    Auch mich hat die „Wir brauchen Ihre Hilfe!“-Email ereilt. Erst einmal habe ich mich tüchtig erschrocken. Aber klar, auch Cambio könnte von der Krise in der Existenz bedroht werden. Dabei hat man sich an dieses Angebot gewöhnt und möchte es nicht mehr missen. Insofern ist die Bereitschaft zur (finanziellen) Unterstützung da.
    Bei der weiteren Lektüre der Mail hat sich dann aber immer mehr Unmut eingestellt. Letztlich ist es ein Bettelbrief, wie man ihn eher von einer gemeinnützigen Organisation erwarten würde. Aber Cambio ist nicht gemeinnützig. Andernfalls bekäme man wohl eine Spendenquittung. Und über einen vergleichbaren Brief eines anderen Wirtschaftsunternehmen wie z.B. eines Autoherstellers würde man sich wahrscheinlich zu Recht aufregen. Wenn Cambio also die Unterstützung seiner Kunden sucht, dann allenfalls, weil es noch an den ursprünglichen Genossenschaftsgedanken appelliert. Für eine solche Argumentation fehlt jedoch eine für Genossen entscheidende Voraussetzung: Transparenz! Wo steht Cambio wirtschaftlich tatsächlich? Welche Schritte zur Eindämmung von Kosten wurden eingeleitet? Gibt es Kurzarbeit? Was passiert mit meinem „Soli“, wenn Cambio am Ende doch pleite geht? Finanziere ich am Ende doch nur viele Trittbrettfahrer? Oder verschaffe ich Cambio nur eine Schonraum im Konkurrenzkampf, den andere nicht haben? Und wenn ja, warum eigentlich? Etc.
    Von all dem liest man… nichts. Wasch mir den Pelz. Aber, mach mich nicht nass. Mein Eindruck ist, dass sich darin Cambios Selbstverständnis ausdrückt, kein normales Wirtschaftsunternehmen mit normalen Kunden zu sein. Aber was für eines stattdessen? Eins von den Guten mit einem Angebot für die Guten? Diese seit langem unbeantwortete Frage fällt Cambio nun vor die Füße.
    Kurzum, ich möchte Cambio immer noch gerne helfen. Aber der jüngste Vorstoß ist dafür keine Basis.
    MfG
    G. Dertnig

    1. Tina Dannheim

      Hallo,

      besten Dank für Ihre Mail und danke dafür, dass Sie cambio auch weiterhin helfen wollen – auch wenn unser Blog-Beitrag Ihnen nicht wirklich gefallen hat.
      Einen Bettelbrief wollten wir nicht schreiben, das war nicht unsere Absicht. Aber, wir wollen unsere Situation „ohne Wenn und Aber“ deutlich machen, denn die Corona-Krise hat uns wirklich hart getroffen. Eine Bitte um Hilfe ist meiner Meinung nach auch noch lange kein Betteln. Wir wollen mit der Bitte um Unterstützung das erhalten, was in den letzten 30 Jahren entstanden ist.
      Wir sind kein gemeinnütziger Verein – richtig. Wir sind ein Unternehmen, welches sich zum Ziel gesetzt hat, ein nachhaltiges CarSharing-Angebot anzubieten – zu einem fairen Preis und fairen Bedingungen. Und dieses CarSharing-Angebot entwickeln wir auch im Interesse unserer Kundinnen und Kunden in kleinen Schritten weiter. Das wollen wir auch in Zukunft genau so fortsetzen. Wir fühlen uns nicht als ein Dienstleister, der einfach mal CarSharing anbietet. Wir haben die Vision einer autoarmen Stadt und einer geteilten, umweltfreundlichen Mobilität.
      Wir erwirtschaften keine großen Gewinne, und investieren die eher kleinen Gewinne in das Stationsnetz und in die Fahrzeug-Flotte. Das unterscheidet uns von den Autoherstellern. Wir haben kein großes finanzielles Polster, auf dem wir uns ausruchen können.
      Zur Frage, was wir bisher getan haben, um die Krise zu bewältigen: Wir haben in allen cambio-Städten Kurzarbeit – bis zu 50 Prozent. Wir haben einige Budgets nochmal darauf angeschaut, was wir in 2020 ggf. streichen müssen, dazu gehören auch neue Produkteinführungen. Wir haben einen KfW-Kredit beantragt.
      Was wir auf jeden Fall nicht wollen: Stellplätze kündigen, die Fahrzeug-Flotte verkleinern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen.

      Ich hoffe, dass diese Erklärungen etwas Licht ins Dunkle bringen. Es lohnt sich aber sicher, sich für detaillierte Informationen mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort auszutauschen.

      Viele Grüße
      Bettina Dannheim

  18. Jörg Borger-Besser

    Liebes Cambioteam
    Wir sind jetzt seit seit über 20 Jahren Mitglied in diesem, damals als Verein gegründetem Unternehmen.
    Und dies genießen wir, da wir die Politik dieses individualem Egoismus auf der Strasse nicht befürworten. Vor 25 Jahren haben wir uns entschieden, ohne eigenes Auto als vierköpfige Familie zurecht zu kommen.
    Da wir höchstens alle 3Monate wirklich genötigt sind, ein Auto zu benutzen, der monatliche Mitgliedsbeitrag so erschwinglich ist, dass wir diesen gerne als Unterstützung der Idee des Carsharings bezahlen, sind wir gerade jetzt entäuscht über diese Aufforderung, auf noch andere Wege zu unterstützen.
    Wir sind die letzten, die wollen, dass Cambio so kaputt gemacht wird. So werden wir für eine Verteuerung des Individualverlehrs zugunsten des Carsharings kämpfen.
    Die Politik nicht nur Kölns, sondern aller Städte und Gemeinden unserer Republik müssen dazu gebracht werden, hier einzuschreiten.
    Ich wünsche euch im Namen aller Mitglieder, die ich kenne und derselben Meinung sind, viel Kraft und
    lasst eure Mitglieder nicht hängen!!

    1. Tina Dannheim

      Hallo nach Köln,

      vielen Dank für den Kommentar. Es freut uns sehr, dass Sie cambio die Treue halten.
      Niemand hat mit einer solchen Krise gerechnet und niemand konnte sich darauf vorbereiten. Der Shutdown hat das gesellschaftliche Leben zum Stillstand gebracht, die meisten Fahrzwecke mit einem cambio-Auto fallen gerade weg. Uns sind schlicht die Umsätze weggebrochen, die Fixkosten bleiben.
      Wir wollen Sie auf jeden Fall nicht „auffordern“, uns zu unterstützen. Das Schreiben ist eine Bitte an diejenigen, die sich einen Solidaritätsbeitrag leisten können oder leisten wollen. Durch die Corona-Krise wird sich viel verändern. Aber, wir alle haben dies und das, was uns besonders wichtig ist. Etwas, was wir unbedingt so erhalten wollen, wie wir es kennen. Mal ist es das Restaurant an der Ecke, bei dem wir uns jede Woche etwas ToGo holen, oder das kleine Theater, in das wir zwar nur einmal im Jahr gehen, aber jetzt schon 4 Gutscheine gekauft haben. Genau so ist es gemeint. Ich hoffe, ich konnte unser Anliegen mit dieser Erklärung verständlich machen.

      An die Politik haben wir uns auch schon gewendet. Denn es kann nicht sein, dass die bereits gestarteten Initiativen hin zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Mobilität bereits in der Corona-Krise mit einer Kaufprämie für das private Auto wieder ad absurdum geführt werden. Wir bleiben dran …

      Bleiben Sie gesund und kommen gut durch die Krise, viele Grüße
      Bettina Dannheim

    2. D.H.

      Hallo,
      kommen die Stationspatenschaften auch der bestimmten Station „zugute“ oder fließt das Geld in den allgemeinen Cambio-Topf? Mit anderen Worten: Stellt die Stationspatenschaft für eine bestimmte Station sicher (oder erhöht die Chance), dass genau diese Station erhalten wird?

      1. Tina Dannheim

        Hallo zurück!
        Im Grunde wollen wir alle Stationen erhalten und keine einzige schließen. Viele unserer Stationen haben wir ja erst nach langer Suche und vielen Gesprächen anmieten können. Mit Ihrer Stationspatenschaft finanzieren Sie einen Teil der Stellplatzmieten – für den Zeitraum, den Sie bestimmen. Dieser Betrag wird unter normalen Bedingungen aus dem Umsatz der Fahrzeuge erwirtschaftet. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihre finanzielle Unterstützung Ihrer Wunschstation zugute kommt, bitten wir Sie, dies in einer Mail Ihrer cambio-Geschäftsstelle mitzuteilen. Wir tragen Sie dann auch gern als Unterstützerin oder Patin auf der Stationsseite ein.
        Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
        Bettina Dannheim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.