cambio passt die Kilometerpreise den niedrigen Ölpreisen an

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Aus der Welt von cambio Tarife

Seit Mitte letzten Jahres ist das Barrel Rohöl um fast 40 Prozent günstiger geworden. In den letzten drei Jahren ist der durchschnittliche Dieselpreis von 1,24 auf unter 1 Euro pro Liter gesunken. Der Kilometerpreis sinkt daher erneut!


Billiges Öl wirkt sich auf vielfältige Art und Weise auf unsere Lebensumstände und auch auf die Umwelt aus. Viele Konsumenten freuen sich über die niedrigen Spritpreise und das Mehr im Portemonnaie.

Warum ist Rohöl auf einmal eigentlich so billig?

Noch vor wenigen Jahren konnte die »Opec«, ein Club von ölexportierenden Staaten, die Preise willkürlich diktieren. Denn das ausgewiesene Ziel der »Opec« ist die Bestimmung des Ölpreises auf dem Weltmarkt. Durch Absprachen wird die Fördermenge von Erdöl reguliert – wird es entweder verknappt oder ist ausreichend vorhanden, was sich jeweils auf den Preis auswirkt. Bereits Mitte der 7oer Jahre wurde daher auf der ganzen Welt die Suche nach neuen Erdölquellen und später erneuerbaren Energien vorangetrieben, um sich aus dem Klammergriff der »Opec« zu befreien. In der Nordsee und im Golf von Mexiko zapften die Konzerne Reserven an und Bohrteams stießen nach Alaska vor. Neue Technologien ermöglichen es zudem Ölverkommen auszubeuten, die bislang unerreichbar waren, dazu gehört das sehr umstrittene Fracking-Verfahren. Die USA sind durch den Fracking-Boom in wenigen Jahren nahezu unabhängig von den Ölfeldern der »Opec« geworden. Das drückt auf den Preis.

Dabei ist Fracking alles andere als eine gute Sache. Bei diesem Verfahren wird ein Gemisch aus circa 94,5 Prozent Wasser, fünf Prozent Sand und etwa 0,5 Prozent chemischer Zusätze unter hohem Druck in die Erde gepresst. Die langfristigen Auswirkungen dieses Verfahren sind unbekannt, Kritiker sehen ein unkalkulierbares Risiko für die Umwelt.

Ein niedriger Ölpreis ist nicht perse gut

Selbst die Automobilhersteller stöhnen  inzwischen über die niedrigen Treibstoffpreise: die EU hat erfolgreich durchgesetzt, dass bis zum Jahr 2020  strengere Emissionsvorschriften für Neuwagen eingehalten werden müssen. Doch für den Endverbraucher gibt es derzeit nur wenig Anreiz, sich für einen Pkw mit niedrigem Spritverbrauch zu entscheiden. Das erklärt die wieder steigenden Zulassungszahlen der alles andere als energieeffizienten SUVs. Die Entwicklung sparsamer Motoren und effizienterer Technologien machen betriebswirtschaftlich daher wenig Sinn. Die Kunden kaufen lieber Fahrzeuge mit spannenden Extras, als das 3 Liter Auto. Anstatt über einen cleveren Mobilitätsmix nachzudenken, bleibt das Auto für viele weiterhin das Transportmittel der ersten Wahl. Erhalten bleiben damit auch alle alten Probleme. Klimawandel, verstopfte Straßen und Feinstaub in der Luft. Eindrucksvoll ist dies aktuell in China und Indien zu sehen, wo ein einfaches, aber sehr probates Mittel die Luft zum Atmen wieder besser machen soll: Das Fahrverbot.

Billiges Öl führt zu globalen Krisen

Mindestens genauso verheerend wie die Auswirkungen auf die Umwelt sind aber die politischen Folgen eines niedrigen Ölpreises. In vielen ölproduzierenden Ländern reißt das Überangebot derzeit empfindliche Löcher in den Haushalt. Vielerorts sind neue Krisenherde entstanden oder bereits bestehende haben sich verschärft. Das schwarze Gold wird zum Druckmittel: Saudi-Arabien kann sein leicht zugängliches Öl vergleichsweise günstig fördern und will damit US-amerikanische Fracking- Konkurrenz vom Markt verdrängen. Ende 2015 führte diese Strategie in Saudi-Arabien bereits zu einem Haushaltsloch von 90 Milliarden(!) Euro. Wie lange sie fortgesetzt werden kann, ist fraglich. Mit dem Iran drängt nun ein weiteres Land zurück auf den Weltmarkt. Trifft noch mehr Angebot auf volle Lagerbestände, kann der Preis eigentlich nicht steigen. Es fehlt die Nachfrage!

cambio gibt sinkende Ölpreise weiter

Selbst bei stark schwankenden Preisen immer auf der sicheren Seite: cambio reagiert seit Jahren zeitnah auf Preisänderungen an den Zapfsäulen und passt die Kilometerpreise an.

Selbst bei stark schwankenden Preisen immer auf der sicheren Seite: cambio reagiert seit Jahren zeitnah auf Preisänderungen an den Zapfsäulen und passt die Kilometerpreise an.

Billige Preise bedeuten also nicht immer nur Gutes, denn unterm Strich hat sich nichts geändert: Rohöl ist ein endlicher Rohstoff. Wir finden: Egal was Energie kostet, wir sollten damit sparsam und sorgsam umgehen. Auch wenn die Investition in eine energieeffiziente Heizung, die Dämmung und 3-fach-Verglasung  vielleicht gerade nicht besonders clever erscheint, der Klimawandel kann nur durch weniger CO2 verlangsamt werden. Also den Daumen hoch dafür!
Aber natürlich bedeuten sinkende Ölpreise, auch für cambio weniger Kosten an der Zapfsäule. Diesen Preisvorteil geben wir gerne an alle Kunden weiter. Zum 1. Februar 2015 hatten wir den Kilometerpreis bereits um 1 Cent gesenkt. Aufgrund der weiter niedrigen Preise sinkt der Kilometerpreis zum 1. Februar 2016 erneut um 1 Cent. So profitieren auch diejenigen, die sich bewusst gegen ein eigenes Auto entschieden haben. cambio Kunden können sicher sein, dass die Preisentwicklungen auf den Weltmärkten auch sie erreichen, auch wenn sie weniger mit dem Auto unterwegs sind.

(Text: Tim Bischoff / cambio CarSharing)

Der direkte Draht zum Team des cambio Blogs: blog@cambio-CarSharing.de

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