Warum sich der Kilometerpreis bei cambio erhöht

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Allgemein Kosten
Himmel mit CO2-Schriftzug als Kondensstreifen

Ab dem 15. Februar 2021 erhöht sich der Kilometerpreis bei cambio um einen Cent pro Kilometer. Die Kilometerpreise sind in der aktuellen Preisliste festgelegt. Sie orientieren sich an einem durchschnittlichen Benzinpreis (E5) zwischen 1,25 bis 1,40 Euro. Liegen die Preise für einen Liter Benzin einige Wochen außerhalb der genannten Preisspanne, greift der sogenannte Anpassungsvorbehalt. Dann wird der Kilometerpreis entsprechend angepasst, indem wir ihn senken oder anheben.

Tatsächlich sind es drei Effekte, die derzeit die Preise an den Zapfsäulen bestimmen.

Einführung der Ökosteuer

Um den Ausstoß des schädlichen Klimagases CO2 zu verringern, hat die Bundesregierung Anfang des Jahres eine Reihe von Änderungen bei den Steuerabgaben eingeführt. Zusammengefasst werden diese Abgaben auch als Ökosteuer bezeichnet. So wird jede Tonne CO2 seit Jahresbeginn mit 25 Euro besteuert. Umgerechnet auf einen Liter Benzin kostet dieser dadurch nun rund 7 Cent mehr.

Der Gesetzgeber möchte durch diese ökologische Steuerreform ein verändertes Konsum-Verhalten fördern. Wenn der Verbrauch von Ressourcen teurer wird, werden die Menschen ihr Leben bewusster und nachhaltiger gestalten. Die Hersteller:innen werden entsprechend darauf reagieren und bringen umweltfreundlichere Produkte auf den Markt. Doch ist die Ökosteuer nur ein Grund, warum der Preis für Treibstoff steigt.

Rohölpreise sind gestiegen

Im April des vergangenen Jahres fiel der Wert von Rohöl infolge des Nachfragerückgangs im ersten Corona-Shutdown auf ein Rekord-Tief. Die Nachfrage und somit der Preis für Rohöl stürzten so sehr ab, dass die Raffinerien ihre Fördermengen nicht absetzen konnten.

Die ölproduzierenden Staaten begrenzten die Fördermengen daraufhin drastisch und verknappten das Angebot von Rohöl auf dem Weltmarkt. Mittlerweile liegt der Preis für ein Barrel Rohöl wieder über der 50 Dollar-Marke. In den letzten acht Wochen ist der Rohölpreis kontinuierlich angestiegen, was auch die Spritpreise steigen lässt.

Mehrwertsteuer-Erhöhung bei Mineralölprodukten

Und um dem Nachfragerückgang während der Corona-Krise entgegenzuwirken, senkte die Bundesregierung kurzfristig die Besteuerung verschiedener Güter. In dem Zuge wurde die Mehrwertsteuer auf Mineralölprodukte um drei Prozent gesenkt. Diese Absenkung wurde Anfang des Jahres wieder zurückgenommen. Der Anteil der Mehrwertsteuer am Spritpreis ist wieder auf 19 Prozent gestiegen ist.

Zapfsäule mit Schnee bedeckt im abendlichen Sonnenlicht steht sinnbildlich für die fehlende Nachfrage an den Tankstellen aufgrund hoher Spritpreise, die sich auch auf den Kilometerpreis auswirken.

Unterschiedliche Gründe sorgen dafür, dass die Spritpreise an den Tankstellen zum Jahresanfang ansteigen.

Es gibt also gleich mehrere Ursachen, die sich kurzfristig auf die Spritpreise an den Zapfsäulen auswirken. Die ökologische Steuerreform der Bundesregierung wird jedoch nachhaltig wirken. Die Besteuerung einer Tonne CO2 wird von aktuell 25 Euro bis zum Jahr 2025 auf 55 Euro ansteigen. Es ist also damit zu rechnen, dass sich die Spritpreise in der Zukunft nochmal erhöhen werden.

Kilometerpreise ab dem 15. Februar 2021

Wir erhöhen den Kilometerpreis ab dem 15.02.2021 um einen Cent pro Kilometer. Die Preisänderung gilt für alle Preisklassen und Tarife. Alle Fahrten, die Sie nach dem 14. Februar 2021, um 23:59 Uhr beenden, werden nach den neuen Preisen abgerechnet.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt – kommen Sie gut durch den Winter.

(Text: Catharina Oppitz, Arne Franke, Bilder: cambio, istock)

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