500 Flensburger mit cambio unterwegs

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Aus der Welt von cambio

Ein ehrgeiziges Ziel: die Stadt Flensburg will bis 2050 CO2-neutral sein.  Der Grund für dieses Engagement ist so dabei so einfach wie bedrohlich, denn Flensburg ist sehr nah am Wasser gebaut.

Bereits 2007 hat der Weltklimarat vor gravierenden Bedrohungen gewarnt, sollte der CO2 Ausstoß global nicht mindestens um die Hälfte reduziert werden. Der Meeresspiegel könnte dann nicht 0,5 bis 1 Zentimeter, sondern um bis zu 7 Meter steigen. Für die Flensburger ist der Klimawandel also eine konkrete Bedrohung direkt vor der Haustür.

Zwischen 1970 und 2004 sind die globalen CO2 Emissionen um 80 Prozent gestiegen.

Gemäß dem Motto „Selbst ist die Stadt!“ versucht Flensburg seit 2008, ein Vorreiter in der Reduktion des Treibhausgases zu sein. Immerhin geht es um nichts weniger als die Existenz der Stadt. Ein „einfach weiter so!“ kann es also nicht geben. Aber was tun?
Der Klimapakt Flensburg, ein Zusammenschluss verschiedener Unternehmen, will mit umfassenden und koordinierenden Klimaschutzmaßnahmen möglichst viel zum Klimaschutz beitragen.

Unnötige Autofahrten können leicht reduziert werden – mit doppeltem Effekt.

Ein wichtiger und vergleichsweise leichter Baustein ist dabei die Reduzierung unnötiger Autofahrten. Wer das Auto nur noch dann nutzt, wenn es wirklich nötig ist, der reduziert sofort und aktiv seinen CO2-Ausstoß. Aber nicht nur das, nicht nur jeder Autokilometer erzeugt CO2 – sondern auch die Produktion des Kraftstoffs selbst und der Transport zur Tankstelle natürlich auch.
Für 2012 hat die europäische Umweltagentur einen durchschnittlichen Benzin- bzw. Dieselverbrauch von 5,6 Litern Benzin und 5,0 Litern Diesel pro 100 Kilometer ermittelt. Dies entspricht 133,2 Gramm CO2 je Kilometer. Um eine Tonne CO2 zu erzeugen, reicht es, also rund 7.000 Kilometer zurück zu legen. Das wären ca. 1000 Umzugskartons!

Jeder Flensburger verursacht pro Stunde 10 Umzugskartons CO2.

Jeder Flensburger verursacht pro Stunde 10 Umzugskartons CO2.

CarSharing reduziert nachweislich nicht nur die Anzahl der Autos auf den Straßen, sondern auch unnötige Autofahrten zum Briefkasten, Bäcker oder Kita. Damit werden die 7.000 Kilometer langsamer erreicht, weniger Kartons produziert und langfristig natürlich auch weniger Autos gebaut. Gut für die CO2-Bilanz.

Engagierte Menschen sind nötig – mehr nicht.

Neben den positiven Effekten für die Umwelt, spart CarSharing aber auch viel Geld. Bis zu 10.000 Kilometer pro Jahr ist ein cambioAuto die günstigere Alternative. Diese Vorteile erkennen auch immer mehr Flensburger. Erst vor gut einem halben Jahr gestartet, sind heute bereits 500 cambio Kunden an der Förde mit einem CarSharing Auto unterwegs. Das sind bereits so viele, dass die Flotte um ein weiteres Fahrzeug, das 11. an der Förde, erweitert werden kann.
Sie tun damit also nicht nur ihrem Portmonee etwas Gutes, sie beteiligen sich direkt an den Klimazielen ihrer Stadt. So sorgen sie schon heute dafür, dass Flensburg vielleicht morgen noch so wunderschön sein kann, wie es heute ist. Klimaschutz ist also gar nicht so kompliziert, es braucht keine komplexen internationalen Konferenzen und Verträge.  Es braucht ein paar gute Ideen und engagierte Menschen, die diese in Tat umsetzen. So wie in Flensburg. Mehr nicht!

(Text: Tim Bischoff / cambio CarSharing)

Mehr über den Klimapakt unter www.klimapakt-flensburg.de

Zur Pressemitteilung: „Erfolgreiches CarSharing an der Förde“

Der direkte Draht zum Team des cambio Blogs: blog@cambio-CarSharing.de

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